Videokonferenzen treiben das Emotionstracking an.

Videomeetings berauben uns der sozialen Information. Unternehmen suchen deshalb nach Lösungen, um Emotionen besser erfassen zu können.

Businessmeetings, Telemedizin, Fernunterricht – seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind Videokonferenzen fester Bestandteil des Alltags. Statt stundenlang in Zügen oder Flugzeugen sitzt man am Schreib- oder Küchentisch, um sich mit Kollegen zu besprechen. Dass Videodienste wie Zoom und Skype einmal die größte Konkurrenz für Airlines sein würden, hätte kaum ein Analyst zu prognostizieren gewagt.

Doch so komfortabel es auf den ersten Blick erscheinen mag, Meetings aus dem Wohnzimmer zu absolvieren, so anstrengend und zermürbend können Videokonferenzen auf Dauer sein: Man starrt stundenlang auf den Bildschirm und steht gleichzeitig ständig unter Beobachtung – wie auf einer Bühne. Selbst wenn die Kamera deaktiviert und das Mikrofon stummgeschaltet ist, kann der Chef einen jederzeit hinzuschalten. Der Teilnehmer muss dann „performen“. Die „Zoom-Fatigue“, also das Ermüdungs- und Erschöpfungssyndrom durch Videocalls, gilt längst als Nebenwirkung der Corona-Pandemie.

https://www.derstandard.at/story/2000123730797/videokonferenzen-treiben-das-emotionstracking-an

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